Symbole

Wie könnten die Symbole in der Freimaurerei interpretiert werden?

Symbole spielen eine wichtige Rolle in der Freimaurerei.

Die Interpretation von Symbolen ist Sache des einzelnen Freimaurers; es gibt Anhaltspunkte für die Deutung, aber es besteht keine Vorschrift, die besagt, „dieses Symbol hat nur diese oder jene Bedeutung“. Ein Symbol ist bekanntlich ein Sinnbild und wenn man dieses in Worte zu kleiden versucht, wird es im besten Fall zur Metapher und im schlimmsten zum unlösbar scheinenden Rätsel. Aus diesem Grunde fangen wir mit einem alltäglichen Symbol, das für jeden eine Bedeutung hat, dem Netz nämlich, an. Was Stein sein könnte, lassen wir „ENIGMA – Chartres“ sagen und wagen anschliessend den Versuch, die Rose, die für uns sehr wichtig ist, so gut es geht, zu beschreiben.

Es gibt aber auch noch eine andere Möglichkeit, den Versuch zu wagen, Symbole zu entschlüsseln. Unser Kunstmaler Br. Walter Leber macht das auf die ihm eigene Art; Lessings Texte dienen ihm teilweise als Vorlage zur Bildergalerie.

Was Freimaurerei will, sagt Br. Robert Nüesch mit einer Kalligraphie. Klaus Niederau hat die freimaurerischen Symbole, die für ihn am wichtigsten sind, zusammengestellt durch das Objektiv seiner Kamera betrachtet und auf Zelluloid gebannt. Die Zirkelrose dient als Richtlinie zur Erklärung weiterer freimaurerischer Symbole.

Strahlende Sterne sind Symbole für das die Finsternis durchdringende geistige Licht. Das Winkelmass steht für Aufrichtigkeit, Geradheit, Gerechtigkeit und logischerweise auch für richtiges und überlegtes Handeln. Der Zirkel ist ein Instrument der entwerfenden Intelligenz und der abwägenden Geistestätigkeit. Aus der Rose selbst kann Liebe zur Schöpfung herausgelesen werden. Sie schliesst alle Kreaturen in ihren Kreis ein; ihre Dornen sorgen für den richtigen Abstand zwischen den Menschen so dass die Würde des Nächsten gewahrt bleibt. Die Darstellung von Zirkel und Winkel symbolisiert das Gleichgewicht der materiellen und geistigen Kräften. Im Symbol des rauhen, unbehauenen Steins sieht der Freimaurer sich selbst. Es gilt den Stein zu bearbeiten und diesen in vollkommene Form zu bringen.

Da aber kein Mensch vollkommen ist, wird ein kritischer Freimaurer ein Leben lang an sich arbeiten.