Die internationale Bewegung der altenglischen Freimaurerei umfasst weltweit etwa 6 Millionen Mitglieder. Ihr Gedankengut ist heute fast überall auf der Welt anzutreffen,war aber vor und während der Aufklärung in vielen Ländern verfolgt, geächtet, unterdrückt oder verboten. In den totalitären Staaten ist dies noch heute so. 1981 wurde in Teheran die Grossloge Persiens von Khomeinitreuen Fanatikern gestürmt. Kein persischer Freimaurer, dem die Flucht nicht gelungen ist, hat das Wüten der Mullahs überlebt. Im kommunistischen Ostblock war die Freimaurerei ebenfalls lange verboten, denn Diktatur, gleich welcher Provenienz, verträgt sich nicht mit freiheitlichen FreimaurerIdealen. Seit aber der Wind der neuen Freiheit von der Sowjetunion her auch über Ungarn, Polen, der Tschechischen Republik, Bulgarien, Ostdeutschland und Rumänien weht, erwachen in diesen Ländern die Logen wieder, die “ obwohl offiziell aufgelöst und inexistent “ über all die Jahre hinweg im Verborgenen gewirkt haben.

Auf der ganzen Welt ist der Freimaurerbund, soweit er der altenglischen Verfassung verpflichtet ist, in nationalen Grosslogen organisiert. Jede Grossloge ist souverän und unabhängig von den Beschlüssen anderer Grosslogen in anderen Ländern. Die gegenseitige Anerkennung erfolgt bilateral von Grossloge zu Grossloge. Unter Logen und Grosslogen werden freundschaftliche Beziehungen gepflegt, aber keine Verbindlichkeiten oder Abhängigkeiten geschaffen, welche die Autonomie einer nationalen Grossloge einschränken würden. Eine Weltfreimaurerei gibt es daher nicht, einen internationalen Erfahrungsaustausch aber schon, an der alle zwei Jahre tagenden World Conference of Masonic Grand Lodges.